Bollerwagen-Zuladung: was tatsächlich zusammenkommt

Ein Bollerwagen wird nach Zuladung gekauft und nach Gefühl beladen. Der Rechner macht aus dem Gefühl eine Zahl — mit Gewichten, die zum größten Teil aus unseren eigenen Produktvergleichen stammen.

kg
–kg Gesamtgewicht
–% der Zuladung
–kg Reserve

Woher die Gewichte stammen

Die Werte für Campingstuhl, Campingtisch, Feldbett, Isomatte, Schlafsack, Campingtoilette, Powerstation und Partybox stammen aus Herstellerangaben in unseren eigenen Produktfeldern. Die Werte für Kühlbox, Getränkekasten, Wasserkanister und persönliches Gepäck sind Annahmen und als solche gekennzeichnet — Wasser und Getränke wiegen rund ein Kilogramm je Liter, dazu kommt das Leergewicht.

Was die Zuladungsangabe der Hersteller wert ist: Sie ist eine Herstellerangabe ohne genannte Prüfnorm — so wie in allen unseren Möbelfeldern. Sie gilt außerdem für ebenen Untergrund. Auf weicher Wiese, im Matsch und bergauf ist die Grenze nicht das Material, sondern der Mensch am Griff.

Deshalb warnen wir ab 80 Prozent, nicht erst bei 100. Wer die Herstellergrenze ausreizt, hat keine Reserve für den Getränkekasten, der unterwegs dazukommt.

Warum wir schon bei 80 Prozent warnen

Drei Gründe, und alle drei stehen nicht im Datenblatt:

  1. Die Zuladungsangabe ist eine Herstellerangabe ohne genannte Prüfnorm. Das ist in unseren Feldern die Regel, nicht die Ausnahme — bei Stühlen, Tischen, Betten und Heringen nennt ebenfalls niemand eine.
  2. Sie gilt für ebenen Untergrund. Auf einer Wiese, im Matsch und bergauf ist die Grenze nicht das Material, sondern der Mensch am Griff. Warum Räderbreite und Reifenart dort mehr entscheiden als die Zuladungszahl, steht unter Bollerwagen auf weichem Untergrund.
  3. Unterwegs kommt etwas dazu. Der Getränkekasten vom Parkplatzkiosk, die Tasche der Person, die nichts tragen will, der Sack Eis. Wer bei 100 Prozent startet, lädt danach um.

Woher die Gewichte stammen

Acht der zwölf Positionen kommen aus Herstellerangaben in unseren eigenen Produktfeldern:

Position Gewicht Quelle
Campingstuhl 4,5 kg Mittelwert aus unserem Campingstuhl-Feld
Campingtisch 7,4 kg Outwell Custer M, Campingtisch-Feld
Feldbett 7,9 kg Outwell Posadas, Feldbett-Feld
Isomatte / Luftmatratze 2,1 kg Luftmatratzen-Feld
Schlafsack 1,4 kg Schlafsack-Feld
Campingtoilette, leer 3,8 kg Campingtoiletten-Feld
Powerstation ~1 kWh 11,3 kg Powerstation-Feld
Partybox, groß 17,35 kg Teufel Rockster Neo, Partybox-Feld

Vier Positionen sind Annahmen und im Rechner als solche gekennzeichnet: Kühlbox gefüllt (29 kg), Getränkekasten (20 kg), Wasserkanister gefüllt (10,5 kg) und persönliches Gepäck je Person (10 kg). Wasser und Getränke wiegen rund ein Kilogramm je Liter, dazu kommt das Leergewicht.

Die Position, die alles kippt

Die gefüllte Kühlbox mit 29 Kilogramm ist fast immer der größte Einzelposten — und sie wird am häufigsten vergessen, weil man sie leer kauft und voll trägt.

Dahinter kommen Getränkekasten (20 kg) und Partybox (17,35 kg). Diese drei Positionen allein sind 66 Kilogramm und damit bei vielen Wagen schon ein Drittel bis die Hälfte der Zuladung.

Alles, was danach kommt — Stühle, Schlafsäcke, Matten — wiegt zusammen weniger als die Kühlbox allein.

Was die Rechnung nicht abbildet

  • Das Volumen. Ein Bollerwagen ist oft voll, bevor er schwer ist — und umgekehrt. Beim Packvolumen ist der Möbelsatz der größte Posten: zwei Faltstühle brauchen mehr Platz als zwei Feldbetten.
  • Die Schwerpunktlage. Eine Kühlbox oben auf dem Stapel kippt den Wagen in der ersten Kurve. Sie gehört nach unten und nach vorn — mehr dazu unter Beladen.
  • Die Strecke. Hundert Meter Asphalt sind etwas anderes als achthundert Meter Wiese bergauf.
  • Die Rückfahrt. Sie ist leichter, weil die Getränke weg sind — aber das Zelt ist nass und schwerer, siehe Abbau und Abreise.

Was praktisch hilft

  1. Zwei Fahrten statt einer. Die unbeliebteste und wirksamste Lösung — und bei 800 Metern Wiese oft schneller als einmal schieben und zweimal umladen.
  2. Getränke vor Ort kaufen, wenn möglich. 20 Kilogramm, die nicht über die Wiese müssen.
  3. Wasser erst am Zelt holen. Der Kanister fährt leer hin und wird dort gefüllt — 10 Kilogramm gespart.
  4. Die Kühlbox zuletzt. Erst das Zelt aufbauen, dann die Box holen. Sie steht ohnehin besser im Schatten am Zelt als in der Sonne auf dem Wagen.
  5. Luftreifen statt Vollgummi, wenn der Untergrund weich ist — dieselbe Flächenpressungsfrage wie bei Heringen und Stuhlfüßen.

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