Wattstunden-Rechner: Wie viel Strom brauchst du beim Camping?

Der Rechner schätzt deinen Strombedarf aus typischen Verbrauchswerten. Die Annahmen stehen offen in der Tabelle. Eigene Messwerte ersetzen sie nach der Messreihe im Winter 2026/27.

Trag ein, was du mitnimmst und wie lange du bleibst. Du bekommst den Bedarf in Wattstunden inklusive Reserve, die nötige Dauerleistung in Watt und passende Geräte aus dem Vergleich.

GerätAnzahlNutzung
Smartphone 15 Wh je Ladung Ladungen/Tag
Powerbank 10.000 mAh 37 Wh je Ladung Ladungen/Tag
Kamera-Akku 15 Wh je Ladung Ladungen/Tag
Laptop 60 Wh je Ladung Ladungen/Tag
Campinglampe (LED) 3 W Stunden/Tag
Lichterkette 5 W Stunden/Tag
Bluetooth-Box 12 W Stunden/Tag
Ventilator 10 W Stunden/Tag
Kompressor-Kühlbox 23 W Mittelwert inklusive Taktung, bei warmem Wetter mehr Stunden/Tag
Wasserkocher (klein) 900 W Minuten/Tag
Haarglätter 45 W Minuten/Tag
Beamer 120 W Stunden/Tag
Wh Bedarf inkl. 25 % Reserve
W Dauerleistung, wenn alles gleichzeitig läuft
Wh pro Tag

Womit gerechnet wird

Die Werte in der Tabelle sind gerundete Erfahrungswerte für eine Bedarfsschätzung, keine Messungen. Auf die Summe kommen 25 Prozent Reserve für Wandlungsverluste im Wechselrichter, Selbstentladung und kalte Nächte. Die nutzbare Kapazität einer Powerstation liegt unter der angegebenen Nennkapazität — Hersteller nennen die Nennkapazität.

Geräte mit hoher Anlaufleistung wie Wasserkocher oder Föhn brauchen zusätzlich genug Dauerleistung in Watt, nicht nur Kapazität. Eigene Messwerte ersetzen diese Annahmen nach der Messreihe im Winter 2026/27.

So rechnest du richtig

Drei Größen entscheiden

  • Wattstunden (Wh) sagen, wie viel Energie gespeichert ist — also wie lange etwas läuft.
  • Watt (W) sagen, wie viel gleichzeitig laufen darf. Ein 300-W-Gerät startet keinen Wasserkocher, egal wie groß der Akku ist.
  • Anlaufspitzen treten bei Kompressoren und Motoren auf. Die beworbenen Peak-Werte der Hersteller sind Überlastmodi, teils nur für ohmsche Lasten wie Wasserkocher freigegeben.

Warum 25 Prozent Reserve

Der Wechselrichter wandelt mit Verlust, der Akku entlädt sich selbst, und Kälte senkt die nutzbare Kapazität. Dazu kommt: Hersteller geben die Nennkapazität an, nicht die nutzbare. Wer knapp plant, steht am dritten Abend im Dunkeln.

Die Kühlbox ist der größte Posten

Handys, Lampen und Bluetooth-Box zusammen bleiben meist unter 200 Wh pro Tag. Eine Kompressor-Kühlbox liegt allein darüber — abhängig von Außentemperatur, Sollwert und wie oft der Deckel aufgeht. Wer eine Kühlbox mitnimmt, plant die Powerstation um sie herum. Details im Kühlbox-Vergleich.

Nachladen einplanen statt größer kaufen

Ein Solarpanel verschiebt die Rechnung deutlich — allerdings liefert es auf dem Zeltplatz wegen Verschattung und flachem Aufstellwinkel weniger als die Nennleistung. Realistisch ist ein Teilausgleich, kein Vollbetrieb. Siehe Solarpanel fürs Camping.

Häufige Fragen

Wie viel Wattstunden brauche ich fürs Festival?

Zu zweit mit Handys, Licht und Bluetooth-Box reichen 300 bis 600 Wh für ein Wochenende. Mit Kompressor-Kühlbox im 4er-Camp liegt der Bedarf bei 1.000 bis 1.500 Wh. Der Rechner oben macht daraus eine konkrete Zahl für deinen Fall.

Wie viele Handyladungen schafft eine Powerstation?

Als Faustwert: eine volle Smartphone-Ladung kostet rund 15 Wh inklusive Verlusten. Eine 500-Wh-Station schafft damit etwa 25 bis 30 Ladungen, wenn sonst nichts daran hängt.

Warum weicht mein realer Verbrauch von der Rechnung ab?

Weil Geräte selten auf Volllast laufen und Umgebungstemperatur, Ladezustand und Wirkungsgrad mitspielen. Die Rechnung ist eine Planungsgröße mit Reserve, keine Messung.

Zählt die Powerbank doppelt?

Nein. Wenn du die Powerbank an der Station lädst und daraus dann das Handy, rechne die Powerbank als Verbraucher — die Handyladungen daraus nicht zusätzlich, sonst zählst du dieselbe Energie zweimal.

Zum vollständigen Powerstation-Vergleich mit allen Leistungsdaten