Die Zahl auf dem Gehäuse beantwortet keine der drei Fragen, die man tatsächlich hat: Wie oft lädt das mein Handy? Darf ich damit fliegen? Und warum kommt weniger raus, als draufsteht?
Wie gerechnet wird
Von mAh zu Wattstunden: Wh = mAh ÷ 1000 × Zellspannung. Die mAh-Zahl auf dem Gehäuse gilt für die Spannung der Akkuzelle, nicht für die 5 Volt am USB-Ausgang. Deshalb ist mAh allein keine vergleichbare Angabe — nur Wattstunden sind es.
Warum weniger ankommt: Die Elektronik hebt die Zellspannung auf 5 V (oder mehr bei USB-PD) an, und dabei geht Energie als Wärme verloren. Üblich sind 80 bis 90 Prozent. Der Rechner nimmt standardmäßig 85 Prozent an — das ist eine Annahme, keine Messung.
Ladungen: Die nutzbare Energie geteilt durch die Energie des Handyakkus. Für den Handyakku rechnet das Werkzeug mit 3,85 V Zellspannung, weil moderne Smartphone-Akkus in diesem Bereich liegen.
Die Flugregel stammt aus den Gefahrgutvorschriften der ICAO und der IATA: Lithium-Ionen-Akkus bis 100 Wh dürfen ohne Genehmigung ins Handgepäck, zwischen 100 und 160 Wh nur mit Zustimmung der Fluggesellschaft, darüber gar nicht. Verbindlich ist immer die Regelung deiner Airline — dieses Werkzeug gibt den allgemeinen Rahmen wieder und ersetzt keine Auskunft der Fluggesellschaft.
Warum mAh keine vergleichbare Angabe ist
Eine Milliamperestunde ist eine Ladungsmenge, keine Energie. Sie sagt erst dann etwas, wenn man weiß, bei welcher Spannung sie gilt — und das ist der Punkt, an dem die Werbung mit der Physik auseinandergeht.
Die Zahl auf dem Gehäuse gilt für die Akkuzelle, nicht für den USB-Ausgang. Die Zelle liefert 3,6 bis 3,85 Volt, der Ausgang liefert 5 Volt oder mehr. Rechnet man dieselbe Energie auf 5 Volt um, bleiben von 20.000 mAh nur noch rund 14.800 — und nach den Wandlungsverlusten etwa 12.000.
Wattstunden lösen das Problem, weil sie die Spannung schon enthalten: Wh = mAh ÷ 1000 × Zellspannung. Zwei Powerbanks mit derselben Wh-Zahl speichern dieselbe Energie, egal wie ihre mAh-Angaben aussehen.
Die drei Ergebnisse des Rechners
- Nennenergie in Wh — die Zahl, die für die Flugregel zählt und die viele Hersteller nicht aufdrucken.
- Was am Gerät ankommt — nach Abzug der Wandlungsverluste. Die Elektronik hebt die Zellspannung auf 5 Volt an, und dabei geht Energie als Wärme verloren. Üblich sind 80 bis 90 Prozent; der Rechner nimmt standardmäßig 85 Prozent an. Das ist eine Annahme, keine Messung.
- Volle Handyladungen — die nutzbare Energie geteilt durch die Energie deines Handyakkus. Für den Handyakku rechnet das Werkzeug mit 3,85 Volt Zellspannung, weil moderne Smartphone-Akkus in diesem Bereich liegen.
Die Flugampel
Die Gefahrgutvorschriften der ICAO und der IATA staffeln Lithium-Ionen-Akkus nach Wattstunden: bis 100 Wh ohne Genehmigung ins Handgepäck, 100 bis 160 Wh nur mit Zustimmung der Fluggesellschaft, darüber gar nicht im Passagiergepäck.
Zwei Dinge, die der Rechner nicht abbilden kann und die trotzdem gelten: Powerbanks gehören immer ins Handgepäck und nie in den aufgegebenen Koffer, und die Kontakte müssen gegen Kurzschluss gesichert sein. Verbindlich ist am Ende die Regelung deiner Airline — sie darf strenger sein. Ausführlich unter Powerbank im Flugzeug.
Womit du rechnen solltest
Zellspannung: Steht sie auf dem Gerät, nimm sie. Steht sie nicht da, ist 3,7 V die verbreitetste Annahme — aber dann ist das Ergebnis eine Schätzung und kein Beleg. Für die Flugregel zählt nur, was auf dem Gehäuse steht.
Wirkungsgrad: 85 Prozent ist der übliche Mittelwert. Kalte Umgebung, hohe Ausgangsleistung und billige Elektronik drücken ihn; bei Frost im Zelt liegt er messbar darunter.
Handyakku: Aktuelle Smartphones liegen zwischen 4.000 und 5.500 mAh. Der genaue Wert steht in den technischen Daten des Herstellers.
Was wir noch nicht wissen
- Den tatsächlichen Wirkungsgrad je Modell. Die 85 Prozent sind eine begründete Annahme. Mit einem USB-C-PD-Messgerät lässt sich die entnommene Energie direkt messen und gegen die Nennenergie stellen — steht für 2027 auf der Liste.
- Wie stark Kälte ihn drückt. Für eine Nacht im Zelt bei 5 Grad ist das die praktisch relevanteste Frage, und wir haben dazu keine Zahl.
- Die Zellspannung der Modelle ohne Wh-Angabe. Ohne sie bleibt jede Umrechnung eine Schätzung.
Häufige Fragen
Wie viele Handyladungen schafft eine 20.000-mAh-Powerbank?
Rechnerisch gut dreieinhalb Ladungen eines 4.500-mAh-Akkus. Die Rechnung: 20.000 mAh bei 3,7 V ergeben 74 Wh, davon kommen bei 85 Prozent Wirkungsgrad etwa 63 Wh am Gerät an, und ein 4.500-mAh-Handyakku braucht bei 3,85 V rund 17 Wh. Die Herstellerangabe „lädt dein Handy fünfmal“ rechnet mit einem kleineren Akku und ohne Verluste.
Warum kommt weniger raus, als auf der Powerbank steht?
Aus zwei Gründen. Erstens gilt die mAh-Zahl für die Akkuzelle mit 3,6 bis 3,85 Volt, nicht für die 5 Volt am USB-Ausgang — rechnet man auf 5 Volt um, bleiben von 20.000 mAh rechnerisch etwa 14.800. Zweitens kostet die Spannungswandlung Energie, die als Wärme abgeht; üblich sind 10 bis 20 Prozent. Am Gerät kommen deshalb grob 60 Prozent der aufgedruckten mAh-Zahl an.
Wie rechne ich mAh in Wh um?
Wh = mAh geteilt durch 1000, mal Zellspannung. 20.000 mAh bei 3,7 Volt sind 74 Wh. Die Zellspannung ist die Angabe, die häufig fehlt — ohne sie ist die Umrechnung eine Schätzung. Für die Flugregel zählt nur, was tatsächlich auf dem Gehäuse steht.
Welche Zellspannung soll ich einsetzen?
Die, die auf dem Gerät steht. Fehlt sie, ist 3,7 Volt die verbreitetste Annahme, und 3,6 Volt die konservativere. Moderne Hochvoltzellen liegen bei 3,85 Volt. Der Unterschied ist nicht klein: Zwischen 3,6 und 3,85 Volt liegen bei 25.000 mAh rund sechs Wattstunden — genug, um im Grenzbereich der Flugregel die Seite zu wechseln.
Weiterlesen
- Powerbank im Flugzeug — die Regeln ausführlich
- Powerbank-Vergleich · 20.000 mAh
- Wattstunden-Rechner — für den Gesamtbedarf am Zeltplatz
- Powerstation-Vergleich
- Handy laden ohne Strom
