Die Laufzeitangabe auf der Packung sagt, wie lange die Lampe leuchtet. Was passiert, wenn sie nicht mehr leuchtet, entscheidet die Bauart der Stromquelle — und die steht oft nur im Kleingedruckten.
Die drei Bauarten
| fest verbaut | Wechselakku | AA / AAA | |
|---|---|---|---|
| Nachlegen möglich | nein | ja, mit Ersatzzelle | ja, überall |
| Laden unterwegs | USB | USB oder Ladegerät | nur mit NiMH-Ladegerät |
| Gewicht | am niedrigsten | mittel | am höchsten |
| Lebensdauer des Geräts | an den Akku gebunden | unbegrenzt | unbegrenzt |
| Bei Kälte | Lithium, gut | Lithium, gut | je nach Zelle |
Die vorletzte Zeile ist die wichtigste und wird beim Kauf fast nie bedacht: Bei fest verbautem Akku endet die Lampe, wenn der Akku endet. Das kann nach drei Jahren sein — bei einer Lampe, die mechanisch noch zehn hielte.
Warum 18650 und 21700 auf den Verpackungen stehen
Das sind keine Modellnummern, sondern Maße: 18 Millimeter Durchmesser, 65 Millimeter Länge, rund. Entsprechend ist 21700 etwas dicker und länger — und damit größer in der Kapazität.
Beides sind Lithium-Ionen-Zellen mit 3,6 bis 3,7 Volt. Das ist der Grund, warum sie nicht einfach gegen AA getauscht werden können: Eine AA-Zelle liefert 1,2 bis 1,5 Volt.
Praktisch heißt das: Eine Lampe mit 18650-Zelle lässt sich mit einer Ersatzzelle in Sekunden wieder voll machen — ohne Steckdose, ohne Powerbank, ohne Wartezeit. Auf einem viertägigen Festival ist das ein echter Vorteil.
Was bei AA-Zellen zu beachten ist
- Alkaline — überall erhältlich, verlieren bei Kälte deutlich an Leistung, laufen im entladenen Zustand gern aus.
- NiMH-Akkus — wiederaufladbar, 1,2 V statt 1,5. Manche Geräte werden damit spürbar dunkler.
- Lithium-Primärzellen — teuer, aber leicht, kälteunempfindlich und lagerfähig. Für das Notfall-Set im Rucksack die beste Wahl.
Der Auslaufschaden ist der unterschätzte Punkt. Eine Lampe, die mit leeren Alkaline-Zellen eingelagert wird, ist im nächsten Frühjahr oft hin. Deshalb gehört zum Einlagern: Zellen raus — siehe Ausrüstung einlagern.
Kälte
Alle Akkus geben bei Kälte weniger her, aber unterschiedlich stark:
- Lithium-Ionen verlieren Leistung, erholen sich aber beim Aufwärmen vollständig.
- Alkaline brechen früher ein.
- Laden unter null Grad schädigt Lithiumzellen dauerhaft — dieselbe Regel wie bei der Powerstation, siehe LiFePO4 lagern.
Für kalte Nächte gilt deshalb: Die Stirnlampe gehört in den Schlafsack, nicht in die Apsis.
Transport im Flugzeug
Lose Lithiumzellen gehören ins Handgepäck, nie in den aufgegebenen Koffer, und die Pole müssen gegen Kurzschluss gesichert sein — etwa in der Originalverpackung. Die Grenzen sind in Wattstunden definiert, nicht in Milliamperestunden; die Umrechnung steht unter Wattstunden oder Amperestunden und die Regeln unter Powerbank im Flugzeug.
Verbindlich ist immer die Auskunft der Fluggesellschaft.
Was beim Kauf zählt
- Für den Zeltplatz: Wechselakku oder AA. Eine Ersatzzelle wiegt nichts und löst das Problem, wenn am dritten Abend Schluss ist.
- Für den Notfallbeutel: AA mit Lithium-Primärzellen. Jahrelang lagerfähig, kälteunempfindlich.
- Fest verbaut ist in Ordnung, wenn die Lampe ohnehin nur am Tisch steht und täglich geladen werden kann.
- USB-C statt Micro-USB. Ein Kabel weniger, und es lädt schneller — siehe USB-C Power Delivery.
Was wir noch nicht wissen
- Die Zellkapazität bei fest verbauten Akkus. In unseren Lampenfeldern wird sie selten genannt — damit lässt sich die Laufzeitangabe nicht nachrechnen.
- Ob der Akku wechselbar ist. Steht häufig weder im Datenblatt noch in der Beschreibung.
- Die Zyklenzahl. Bei Lampen praktisch nie angegeben, obwohl sie über die Lebensdauer entscheidet.
Häufige Fragen
Was bedeutet 18650 bei einer Lampe?
Das ist kein Modellname, sondern eine Maßangabe: 18 Millimeter Durchmesser, 65 Millimeter Länge, runde Bauform. 21700 ist entsprechend dicker und länger und hat mehr Kapazität. Beides sind Lithium-Ionen-Zellen mit 3,6 bis 3,7 Volt — deshalb lassen sie sich nicht gegen AA tauschen, die nur 1,2 bis 1,5 Volt liefern.
Fest verbauter Akku oder Wechselakku?
Für den Zeltplatz Wechselakku. Eine Ersatzzelle wiegt nichts und macht die Lampe in Sekunden wieder voll — ohne Steckdose und ohne Wartezeit. Dazu kommt der längerfristige Punkt: Bei fest verbautem Akku endet die Lampe, wenn der Akku endet, und das kann nach drei Jahren sein. Fest verbaut ist in Ordnung, wenn die Lampe ohnehin nur am Tisch steht und täglich geladen wird.
Welche Batterien sind bei Kälte am besten?
Lithium-Zellen. Sie verlieren bei Kälte zwar an Leistung, erholen sich aber beim Aufwärmen vollständig, während Alkaline-Zellen früher einbrechen. Wichtig ist außerdem: Laden unter null Grad schädigt Lithium-Akkus dauerhaft. Für kalte Nächte gehört die Stirnlampe deshalb in den Schlafsack, nicht in die Apsis.
Warum laufen Batterien in der Lampe aus?
Das passiert vor allem bei Alkaline-Zellen, die entladen über Monate im Gerät bleiben. Die Lampe ist danach oft nicht mehr zu retten. Deshalb gehört zum Einlagern nach der Saison: Zellen heraus und getrennt aufbewahren. Lithium-Primärzellen sind in dieser Hinsicht deutlich unproblematischer.